Energiekonzept

Folgende beispielhafte Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und damit zur Senkung des Energieverbrauchs in unserem Unternehmen wurden bereits durchgeführt:

KfW Effizienzhaus 40 – unser Marienhaus

Der Neubau des Marienhauses erfolgte als KfW Effizienzhaus 40. Mit diesem modernen Standard werden Kosten für die Wärmeaufbereitung eingespart. Der Neubau des Pflegeheimes in der Stadtmitte von Offenburg war für unser Unternehmen der Startschuss, sich mit dem Thema Energie-Effizienz verstärkt zu beschäftigen. Wir wollten damit etwas für die Umwelt tun und gleichzeitig die laufenden Energiekosten senken. Mit dem Effizienzhaus 40 ist uns beides gelungen.

Versorgung durch ein Fernwärmenetz – rund um das Marienhaus

Im Quartier rund um das Marienhaus, sind das Pfarrhaus, die Verrechnungsstelle, das Historische Marienhaus und 56 Wohnungen (Wasserstraße und Prädikaturstraße) an das Fernwärmenetz angeschlossen. Durch den Einbau einer Pelletheizung mit einer Leistung von 520 KW ergibt sich eine CO2-Ersparnis von 88 Tonnen/Jahr; gegenüber einer Gasheizung ist dies eine Einsparung von 15%.

Unser Fuhrpark – unsere Sozialstation St. Ursula

Drei weitere Elektrofahrzeuge wurden im Oktober 2018 ausgeliefert, wodurch der Fuhrpark unserer Sozialstation mittlerweile aus 12 E-Autos besteht, die im ambulanten Dienst eingesetzt werden. Dies ist gut für die Umwelt, weil damit der CO2-Ausstoß unserer Flotte wieder verringert werden kann. Je Kalenderjahr bleiben der Offenburger Luft dadurch rund 20 Tonnen CO2 erspart.

Die Fahrzeuge konnten mit einem Zuschuss des Bundes und des Landes Baden-Württemberg sowie einer Spende des Fördervereins der Sozialstation St. Ursula finanziert werden. Durch diese Zuschüsse liegen die Beschaffungskosten der E-Fahrzeuge bei ungefähr gleich hohen Kosten wie benzinbetriebene Fahrzeuge. Wir sind von den elektrisch betriebenen Kraftfahrzeugen sehr überzeugt. Diese sind wartungsarm und im Energieverbrauch deutlich günstiger, was wiederum die Unterhaltskosten des Fuhrparks reduziert.

Regen-Versickerungsanlage - Marienhaus:

Der Bau einer modernen Versickerungsanlage ist aktiver Umweltschutz, da der natürliche Wasserkreislauf unterstützt wird und dem Absinken des Grundwasserspiegels entgegengewirkt wird. Durch die zunehmende Versiegelung von Flächen durch Gebäude, Straßen und Parkplätze wird die Kanalisation immer mehr belastet. Die Überschwemmungsgefahr steigt, besonders bei Starkregen, da nicht mehr genügend Flächen vorhanden sind, die das Regenwasser aufnehmen können.

Seit 2014 wird das Regenwasser, das sich auf dem Dach des Marienhauses sammelt, in eine Rigole (unterirdischer Pufferspeicher) geleitet, die im Innenhof eingebaut wurde. Diese nimmt das Regenwasser auf, speichert es und führt es nach und nach wieder dem Erdreich und somit dem Grundwasser zu. Ein Notüberlauf schützt die Anlage. Auf der Fläche über der Rigole wurde eine begrünte Bodenschicht mit einer leichten Vertiefung angelegt. Sie gewährleistet eine gute Reinigung des Regenwassers bevor es in die Rigole gelangt.  

Einbau eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) - Vinzentiushaus

Wer Energiesparen  und den Ausstoß von CO2 reduzieren möchte, muss zunächst einmal investieren. Genau das haben wir gemacht. Die Heizungsanlage des Vinzentiushauses war in die Jahre gekommen. Weil sowohl Wärme für Heizung und Warmwasser, als auch viel Strom für die Gerätschaften und Wärmewagen der Küche benötigt wird, hat der Aufsichtsrat der Vinzentiushaus Offenburg GmbH im Frühjahr 2018 beschlossen, die Heizanlage zu erneuern und gleichzeitig ein Blockheizkraftwerk zu errichten. Diese Maßnahme wurde im Herbst 2018 abgeschlossen.

Durch die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme werden bis zu 97% der im Brennstoff enthaltenen Energie verwendet. Die Folge hiervon ist eine deutliche Reduzierung von CO2-Emissionen. Die Herstellerfirma des BHKW beziffert diese CO2-Einsparung auf jährlich etwa 93,2 Tonnen. Aus diesem Grund ist die Kraft-Wärme-Koppelung ein wichtiger Baustein zur Verwirklichung der weltweiten Klimaziele.