Entstehung

Am Anfang stand die große Not der an AIDS erkrankten Menschen im Raum Offenburg: "Allein gelassen von Angehörigen und Freunden, ohne häusliche Geborgenheit, ohne behördliche Hilfe und (angemessene) medizinische Versorgung", schrieb Sr. M. Gebharda, die Generaloberin der Franziskanerinnen. So wurde 1990 das Haus Maria Frieden in Oberharmersbach in einem ehemaligen Gasthof gegründet. Gerade AIDS-Kranken sollte ein Ort angeboten werden mit Zufluchtscharakter. Es entstand das erste "AIDS-Hospiz" in Deutschland, ein Ort, an dem die Betroffenen nicht nur mit fachkundiger medizinischer und pflegerischer Betreuung rechnen konnten, sondern gerade auch ein Ort, an dem sie sich sicher fühlen konnten vor Ausgrenzung und Diskriminierung. Längst ist das Haus – Hospiz mit allen Möglichkeiten einer kompetenten palliativen Behandlung und Versorgung – auch Zufluchtsort für andere sterbenskranke Menschen aus der Region geworden.

Seit Juli 2017 befindet sich das Hospiz Maria Frieden in Offenburg. Im Westflügel des Vinzentiushauses wurden acht Hospizplätze geschaffen. Die sanierten Räumlichkeiten ermöglichen eine intensive Pflege nach modernem Standard und allen Maßnahmen einer palliativen Versorgung.